Unfallfolgen

Bau des RWE-Kraftwerks Neurath verzögert sich

Das neue RWE-Braunkohlenkraftwerk in Grevenbroich-Neurath wird wegen des schweren Unfalls vom vergangenen Oktober später ans Netz gehen können als erwartet. Welche finanziellen Folgen die Verzögerung für den Konzern haben wird, kann derzeit nur vermutet werden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - RWE-Vorstand Ulrich Jobs sagte am Freitag in Essen, der erste Kraftwerksblock werde 2010 wohl zwei Monate später als eigentlich geplant in Betrieb genommen. Der zweite Block verzögere sich sogar 12 bis 14 Monate.

Teile der Baustelle sind nach Angaben von Jobs immer noch durch die Staatsanwaltschaft gesperrt. Man hoffe nun, dass die Untersuchungen im April abgeschlossen würden, sagte er. Zum möglichen finanziellen Schaden durch die Verzögerungen wollte er sich nicht äußern.

RWE hatte nach dem Unfall anfangs von einem Schaden mindestens im zweistelligen Millionenbereich gesprochen. In Neurath baut der Essener Energiekonzern derzeit neue Braunkohle-Blöcke mit einer Leistung von zusammen 2100 Megawatt. Bei dem Unfall im vergangenen Oktober hatte es drei Tote und mehrere Verletzte gegeben.