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In BrandenburgDie Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung von Greifswald/Lubmin zur tschechischen Grenze bei Olbernhau kann bald gebaut werden. Heute gab das Land Brandenburg den erfolgreichen Abschluss einer Untersuchung bekannt. Für eine endgültige Baugenehmigung fehlt jetzt nur noch das Planfeststellungsverfahren.
Potsdam (ddp/sm) - Das brandenburgische Infrastrukturministerium hat das Raumordnungsverfahren für den Brandenburger Abschnitt der geplanten Erdgasfernleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) abgeschlossen. Nach dem nördlichen Teil sei auch der südliche Abschnitt abschließend beurteilt worden, hieß es heute aus Potsdam.
Die Trasse solle über Baruth verlaufen. Eine Verdichterstation könnte in Radeland entstehen. Damit ist der umstrittene Bau einer Verdichterstation in Groß Köris bei Königs Wusterhausen endgültig vom Tisch. Die OPAL von Greifswald/Lubmin in Vorpommern zur tschechischen Grenze bei Olbernhau soll einen Großteil des durch die künftige Ostsee-Pipeline transportierten russischen Erdgases in den Süden Deutschlands und Mitteleuropas weiterleiten. Die Leitung wird dabei 270 Kilometer über Brandenburger Gebiet führen. In der Mark muss eine Verdichterstation gebaut werden, um den Transportdruck aufrechtzuerhalten.
(Foto / Abb.: Nord Stream AG)
Ursprüngliche Planungen des Investors Wingas AG, die Station in Groß Köris zu bauen, waren bei Bürgerinitiativen auf Widerstand gestoßen. Daraufhin wurde das 2007 eröffnete Raumordnungsverfahren im Februar 2008 zwischenzeitlich ausgesetzt, um andere Varianten zu prüfen. Wingas legte im Sommer 2008 Unterlagen für vier mögliche Verdichterstandorte bei Groß Köris, Mochheide, Radeland und Baruth sowie zwei Trassenvarianten vor.
Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens bedeutet nach Angaben des Sprechers noch keine Baugenehmigung. Dazu ist noch ein energierechtliches Planfeststellungsverfahren nötig, das bereits vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe eingeleitet wurde.
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