Strategie

Barroso will gemeinsame europäische Energiepolitik

Der Präsident der EU-Kommission Josè Manuel Barroso hält es für "absurd", 25 verschiedene Energiestrategien zu verfolgen. Er forderte die europäischen Regierungschefs, die sich heute in Brüssel treffen, auf, eine Strategie für eine gemeinsame europäische Energiepolitik zu erarbeiten.

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Brüssel (ddp/sm) - EU-Kommissionspräsident Josè Manuel Barroso hat die europäischen Regierungschefs aufgefordert, sich bei dem heute beginnenden Gipfeltreffen für mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze einzusetzen. Barroso kündigte in Brüssel an, dass die Kommission "mit besseren und abgespeckten Regelungen das unternehmerische Engagement" erleichtern werde.

Skeptisch sieht der Kommissionspräsident die geplante Zielstellung, wonach die EU-Staaten bis 2010 jedes Jahr zusätzlich zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen wollen. Nicht einmal die gegenwärtigen Ziele seien erreicht worden, gab Barroso zu bedenken.

Barroso sprach sich auch für eine gemeinsame europäische Energiepolitik aus, die eine nachhaltige, sichere und wettbewerbsfähige Versorgung ermöglichen sollte. Er bezeichnete es als absurd, 25 verschiedene Energiestrategien zu verfolgen. "Wir brauchen einen europäischen Markt für Elektrizität und Gas", sagte der EU-Kommissionspräsident. In Anspielung auf Frankreich und Spanien warnte Barroso die Mitgliedsstaaten davor, ihre nationale Energiebranche gegen den Wettbewerb abzuschotten.