Nicht ausreichend

Barroso lehnt Alternativvorschlag zur Entflechtung der Versorger ab

Unmittelbar vor dem EU-Gipfel hat Kommissionspräsident José Manuel Barroso Zugeständnisse an die Bundesregierung im Streit um die Energie- und Klimapolitik abgelehnt. "Der Vorschlag Deutschlands und Frankreichs zur Entflechtung der Energiekonzerne reicht nicht aus", sagte er dem "Handelsblatt".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Die von der EU-Kommission vorgesehene eigentumsrechtliche Aufspaltung der Versorger in getrennte Unternehmen für Produktion und Netzbetrieb sei der beste Weg zu mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um dieses Modell durchzusetzen", betonte Barroso.

Die Bundesregierung lehnt die eigentumsrechtliche Aufspaltung der Energiekonzerne entschieden ab und will auf dem Treffen der EU-Staats-und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel für das deutsch-französische Alternativmodell werben. Es sieht lediglich eine stärkere organisatorische Trennung vor und wird von den Energiekonzernen sowie sechs weiteren EU-Ländern unterstützt.