Datenstrom

Bald möglich: Strom aus der Datenleitung

Strom aus der Datenleitung war vor kurzem noch eine Idee, nun lässt es sich laut "NetworkWorld Germany" bald verwirklichen. Speziell in der Gebäudetechnik soll dieses Verfahren genutzt werden. Beispielsweise Überwachungskameras bräuchten so keinen separaten Stromanschluss mehr und könnten von einem Netzwerkfachmann angebracht werden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Vor einiger Zeit war es noch eine Idee, nun hat es konkrete Formen angenommen: Stromübertragung über das Datenkabel. So könnten Desktop-PCs, Webcams und Sicherheitssysteme den Strom direkt vom Datenkabel bekommen und bräuchten keinen separaten Anschluss an das Stromnetz mehr. Wie die Netzwerk-Zeitschrift "NetworkWorld Germany" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, steht die Standardisierung der so genannten Power-on-Ethernet-Produkte kurz vor dem Abschluss.

Für Verbraucher verspricht der Wegfall der Steckdosen niedrigere Kosten, da viele Netzwerkgeräte keinen separaten Stromanschluss mehr benötigen. Für die Installation solcher Geräte würde dann noch nicht mal mehr ein Elektriker gebraucht, diese Aufgabe könnte ein Netzwerkfachmann erledigen.

Chancen für den Strom aus der Datenleitung eröffnen sich laut "NetworkWorld" insbesondere in der Gebäudetechnik. Dazu zählen zum Beispiel IP-gestützte Überwachungskameras in und außerhalb von Gebäuden sowie an öffentlichen Plätzen. Weitere mögliche Anwendungsfelder: Anlagen, die für die Steuerung von Heizungen, Jalousien oder Beleuchtungseinrichtungen zuständig sind.