Forderung

Bäderverband: Umweltgutachten in Kraftwerk-Genehmigung einbeziehen

Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommerns hat die Einbeziehung eines unabhängigen Umweltgutachtens in den Genehmigungsprozess für das Steinkohlekraftwerk in Lubmin gefordert. Der Schutz von Kurorten sowie die Sicherung des Tourismus in der Region müsse oberste Priorität haben.

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Lubmin/Graal Müritz (ddp-nrd/sm) - Nachdem der Investor die in der Studie genannten erheblichen Umweltbelastungen eingeräumt habe, müssten die Fakten genau geprüft und berücksichtigt werden, sagte der neue Verbandspräsident Andreas Kuhn.

Dabei müsse dem Bestandsschutz der Kur- und Erholungsorte und damit der Sicherung von Arbeitsplätzen im Tourismus und in der Gesundheitsbranche oberste Priorität eingeräumt werden. Kuhn verwies darauf, dass in den anerkannten Kur- und Erholungsorten 75 Prozent aller touristischen Übernachtungen registriert werden. In den meisten Küstenregionen arbeiteten bis zu 90 Prozent der erwerbstätigen Einwohner im Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft. Der Schutz von Umwelt und Natur sei daher von herausragendem Interesse für die Region.