Jahresabschluss 2005

badenova- Vorstand zieht positive Bilanz

Der vorläufige Jahresabschluss des Freiburger Energieversorgers badenova für das Geschäftsjahr 2005 weist einen Bilanzergebnis von 64,3 Millionen Euro aus und liegt damit über dem Vorjahresergebnis von 57,5 Millionen Euro. Das teilte der Vorstand des Unternehmens gestern auf einer Pressekonferenz mit.

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Freiburg (red) - badenova-Vorstandssprecher Dr. Thorsten Radensleben zeigte sich erfreut über das Ergebnis, "das den Kommunen in der Region in ihrer sehr schwierigen Finanzlage eine bitter notwenige Entlastung bringen kann". Andererseits habe das Ergebnis auch "fatale Züge": Gegenüber den Kunden und der Öffentlichkeit bestehe die Gefahr, dass nach einem Jahr Debatte um die im gesamten Weltmarkt deutlich gestiegenen Energiekosten und damit auch gestiegener Erdgas- und Strompreise bei badenova eine unzulässige Verknüpfung von Energiepreisniveau und Unternehmensertrag vorgenommen werde.

Dabei seien die Einmal-Effekte bei der Jahresbilanz 2005 so ausgeprägt wie noch nie. Periodenfremde Einnahmen aus der so genannten "Abgrenzungskorrektur" in zweistelliger Millionenhöhe, Rückstellungen für Altersteilzeit und für eine anstehende Reform der betrieblichen Altersversorgung bei den badenova –Mitarbeitern in Lörrach (ebenfalls in zweistelliger Millionenhöhe) und die Auflösung einer Risikorückstellung für das neue badenova-Abrechnungssystem hätten dazu beigetragen. Die Entwicklung des Energiepreisniveaus habe bei moderat gestiegenen Energieabsätzen insbesondere den Umsatz des Unternehmens in die Höhe getrieben. Er stieg von 660 Millionen Euro im Vorjahr auf 766 Millionen Euro

So stieg der Stromverkauf im badenova-Netz leicht um ein Prozent auf 1,19 Milliarden Kilowattstunden. Die Wechselquote bei Privatkunden beträgt 3,5 Prozent, gleichzeitig konnte badenova ihren Absatz in Drittnetzen jedoch deutlich um fast 60 Prozent ausweiten.