"Klima-Initiative" gestartet

Baden-Württemberg will mehr Solaranlagen auf Kirchen

Die katholischen Gemeinden in Württemberg sollen mehr für den Klimaschutz tun. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart werde dafür einen Solarfonds in Höhe von 10 Millionen Euro einrichten, aus dem Solaranlagen auf Kirchen- oder Kindergartendächern gefördert werden sollen, sagte Bischof Gebhard Fürst am Freitag.

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Stuttgart (red) - Der Betrag stamme aus Haushaltsmitteln. Der Fonds für zinsgünstige Darlehen ist Herzstück einer "Klima-Initiative", mit der die Diözese ihre Umweltaktivitäten bündeln will. "Der Mensch ist nicht Shareholder der Schöpfung, sondern Treuhänder", betonte der Bischof.

Die Diözese habe in 22 Gemeinden Umweltberater ausgebildet. Sie würden ehrenamtlich nach Möglichkeiten suchen, an welchen Stellen mehr für den Umweltschutz getan werden könne, berichtete Stephan Schneider, Umweltbeauftragter der Diözese. Außerdem plane der Bischof, von 2008 an jährlich einen mit 10.000 Euro dotierten Preis auszuloben. Er soll an Gemeinden mit besonderen Umweltprojekte gehen.

Bei den zwei Millionen Katholiken der Diözese gebe es noch viele Dächer, die für Solaranlagen geeignet seien, sagte der Bischof. Mit den überschüssigen Erträgen aus den Photovoltaikanlagen, an denen die Diözese teilweise beteiligt ist, sollen soziale Projekte und die Bildungsarbeit gefördert werden.