Appell

Baden-Württemberg will Energiesparpotenziale stärker ausschöpfen

Baden-Württembergische Architekten und Ingenieure sollten sich noch stärker als kompetente Energieberater profilieren, um die energetische Gebäudesanierung im Land weiter voranzutreiben. Das forderte Umweltministerin Tanja Gönner und wies erneut auf die neuen Förderprogramme hin.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner hat erneut an Architekten und Ingenieure im Land appeliert, sich verstärkt für eine energetische Gebäudesanierung einzusetzen. "Es werden zu viele Umbauten und Neubauten gemacht, bei denen die Möglichkeiten zur energetischen Optimierung nicht ausgeschöpft werden", bemängelte sie. Architekten und Ingenieure müssten sich stärker als kompetente Energieberater profilieren.

In Verbindung mit den in diesem Jahr neu aufgelegten und breit angelegten Förderprogrammen könne ein beachtlicher Schub in der Verbesserung der Energiebilanz von Gebäuden ausgelöst werden, zeigte sich Gönner überzeugt. Hauseigentümern müsse im Vorfeld von Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten die Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sich kostengünstig die Energieeffizienz verbessern lasse. "Das spart Kosten, steigert den Wert einer Immobilie und trägt zum Klimaschutz bei, wenn danach durch einen geringeren Energieverbrauch weniger Kohlendioxid ausgestoßen wird."

Im Laufe des Jahres werde bundesweit ein verpflichtender Gebäudeenergiepass eingeführt, erläuterte Gönner. "Ich spreche mich dabei klar dafür aus, dass der Gebäudeenergiepass verständliche und umfassende Modernisierungshinweise enthält, die dem Hausbesitzer als Entscheidungshilfe dienen können." Ingenieure und Architekten müssten dabei ihre Kompetenz in der energetischen Bewertung von Gebäuden einbringen.