Informations- und Transferzentrum

Baden-Württemberg will Energieagentur-Netzwerk ausbauen

Die baden-württembergische Klimaschutz- und Energieagentur habe sich zu einem anerkannten Informations- und Transferzentrum entwickelt, erläuterte die Umweltministerin kürzlich in Karlsruhe. Gleichzeitig kündige sie die Neuauflage des KlimaschutzPlus-Programms an.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner stellte kürzlich in Karlsruhe Arbeit und künftige Schwerpunkte der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) vor. "Die Agentur hat sich zu einem anerkannten Informations- und Transferzentrum für aktuelle Fragestellungen in der Energieversorgung entwickelt. Kompetenz und Erfahrungswissen tragen dazu bei, dass Investitionen in Energieeinsparung, eine Verbesserung der Energieeffizienz wie auch in den Ausbau der erneuerbaren Energien bestmöglichen Nutzen erzielen." Dadurch werde bei Städten und Gemeinden sowie öffentlichen Einrichtungen der Energieverbrauch optimiert und der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verringert.

Neben Kommunen und öffentlichen Einrichtungen arbeite die KEA mit landesweit mittlerweile zehn kommunalen Energieagenturen eng zusammen, so Gönner weiter. "Es wird zunehmend erkannt, dass es im Sektor Energie und Klimaschutz auf der lokalen Ebene große Optimierungspotenziale gibt. Städte und Gemeinden bündeln in regionalen Agenturen ihre Kompetenzen." Mit Unterstützung der KEA entstehe ein zusehends dichter werdendes Netzwerk.

Mit insgesamt 8,6 Millionen Euro sei im vergangenen Jahr über das KlimaschutzPlus-Förderprogramm der Einbau energiesparender und umweltfreundlicher Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Betrieben unterstützt worden, erläuterte Gönner. "Das ist ein großer Erfolg. Insgesamt geht durch die erzielte höhere Energieeffizienz der jährliche Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids um 21.600 Tonnen zurück." Mehr als zwei Drittel der Gelder seien dabei in kommunale Einrichtungen geflossen. Ein Schwerpunkt habe dabei in der energetischen Sanierung von Schulen gelegen.

Das KlimaschutzPlus-Programm werde auf Grund der hohen Akzeptanz und seiner Zielgenauigkeit in diesem Jahr neu aufgelegt, kündigte Gönner an. "Wir haben nun auch für die Förderung von Kirchen und Betrieben grünes Licht erhalten." Insgesamt stünden dafür in diesem Jahr 2,2 Millionen Euro bereit. Für den kommunalen Förderbereich seien bereits Ende Februar 5,7 Millionen Euro freigegeben worden. Der Fördersatz liege erneut bei 50 Euro pro vermiedener Tonne Kohlendioxid.