Aktionsplan

Baden-Württemberg will Biomasse stärker nutzen

Mit einer stärkeren Nutzung der Biomasse will Baden-Württemberg sein Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch von momentan 3,6 auf 4,8 zu steigern, bis 2010 erreichen. Dazu stellten Umweltministerin Tanja Gönner und ihr Kollege Peter Hauck jetzt einen Aktionsplan vor.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Mit einem Aktionsplan will die baden-württembergische Landesregierung die energetische und stoffliche Nutzung von Biomasse weiter voranbringen. "Die energetische und stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe erlaubt den Einstieg in Kreislaufwirtschaftssysteme und damit die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsform", erläuterten Ernährungsminister Peter Hauk und Umweltministerin Tanja Gönner kürzlich in den Landeshauptstadt.

Nachwachsende Rohstoffe könnten mittel- bis langfristig zur Lösung von wirtschafts-, umwelt- und gesellschaftsrelevanten Problemen beitragen, sind sie sich sicher. "Sie können die fossilen Brennstoffe mittlerweile in vielen Bereichen ersetzen und so deren begrenzte Vorräte für nachfolgende Generationen bewahren. Nachwachsende Rohstoffe sind weitgehend kohlendioxidneutral, bei ihrer Nutzung entsteht kein zusätzlicher Treibhauseffekt", betonte Gönner.

Der Plan: Bis 2010 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch im Land von derzeit 3,6 Prozent auf 4,8 Prozent gesteigert werden. "Der Biomassenutzung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu", so Tanja Gönner. "Es gibt da noch große Potenziale, die wir besser ausschöpfen wollen." Für die Zukunft sei ein Energiemix notwendig, bei dem die erneuerbaren Energien einen deutliche höheren Stellenwert einnehmen. Der Biomasseaktionsplan des Landes solle sich auf die Bereiche Wärme-, Stromversorgung, Biokraftstoffe und die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Information und Beratung sowie Forschung und Entwicklung erstrecken.