Sauber!

Baden-Württemberg verabschiedet Biomasseaktionsplan

Oettinger, Hauk und Pfister: "Sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung ist Grundlage für Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und Lebensqualität der Bürger - Anteil an erneuerbaren Energien deutlich erhöhen - Großes Potenzial bei nachwachsende Rohstoffen konsequent ausschöpfen".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger, der Minister für Ernährung und Ländlicher Raum Peter Hauk und Wirtschaftsminister Ernst Pfister haben in dieser Woche einen Biomasseaktionsplan für ihr Bundesland verabschiedet. Im April soll eine gemeinsam mit Bayern gegründete Arbeitsgruppe "Energieversorgung" die Arbeit aufnehmen und die Interessen beider Länder in der Energieversorgung abgleichen.

"Zentraler Ansatzpunkt für das Land ist, die Abhängigkeit von einzelnen Energieträgern, Energielieferanten oder Lieferländern zu verringern", erläuterte Wirtschaftsminister Pfister. Dabei könne der Anteil der Kernenergie an der Stromversorgung - in Baden-Württemberg immerhin bei 60 Prozent - weder kurz- noch mittelfristig durch erneuerbare Energien ersetzt werden, unterstrich er. Dennoch sei die Förderung erneuerbarer Energieträger in Forschung, Entwicklung, Demonstration und Markteinführung ein wesentliches und unverzichtbares Element einer nachhaltigen Energiepolitik, ergänzte Ministerpräsident Oettinger.

Der Biomasseaktionsplan des Landes habe das Ziel, die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Baden-Württemberg weiter gezielt voranzutreiben. Er ergänze die Konzepte des Landes zur Energieversorgung, zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung. Der Plan stelle die Rolle und Chancen der nachwachsenden Rohstoffe zur Erreichung dieser Ziele dar und beleuchte die Auswirkungen der verstärkten Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Die Schwerpunkte der Bioenergie lägen für Baden-Württemberg in der Nutzung von Holz, Biogas und flüssigen Biokraftstoffen. Auch solle die Weiterentwicklung ökologischer und wirtschaftlich effizienter Verfahren zur land- und forstwirtschaftlichen Biomassebereitstellung und -nutzung vorangetrieben werden. Den größten Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und damit zur Kostensenkung kann nach den Worten des Wirtschaftsministers allerdings nur das Einsparen von Energie liefern.