Statistik

Baden-Württemberg: Stromabsatz 2004 auf Vorjahresniveau

70,8 Milliarden Kilowattstunden Strom haben Elektrizitätsversorger im Jahr 2004 an Endverbraucher in Baden-Württemberg geliefert, nur knapp weniger als im Jahr 2003. Größte Stromabnehmer waren die Unternehmen in Bergbau und verarbeitendem Gewerbe. Die Einnahmen der Versorger stiegen leicht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Der Stromabsatz von Elektrizitätsversorgungsunternehmen an Endverbraucher in Baden-Württemberg lag im Jahr 2004 mit insgesamt 70,8 Milliarden Kilowattstunden nur knapp (0,3 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 8,4 Milliarden Kilowattstunden (zwölf Prozent) aus anderen Bundesländern eingeführt, vor allem aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg.

Mit einem Anteil von 57 Prozent waren die Unternehmen im Bergbau und verarbeitenden Gewerbe dabei die größten Stromabnehmer im Land. Der Absatzanteil der privaten Haushalte betrug 28 Prozent. Insgesamt bezogen die Privathaushalte 19,7 Milliarden Kilowattstunden Strom, darunter 1,7 Milliarden Kilowattstunden (neun Prozent) von Energieversorgungsunternehmen anderer Bundesländer.

Sowohl die Unternehmen im Bergbau und verarbeitenden Gewerbe (plus ein Prozent) als auch die Privathaushalte (plus zwei Prozent) kauften 2004 nur geringfügig mehr Strom von den Energieversorgungern als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren habe der Stromverbrauch laut Statistischem Bundesamt jedoch zugenommen. Im Jahr 2004 lag der Stromabsatz an Endverbraucher in Baden-Württemberg um 37 Prozent höher als 1994.

Die Einnahmen oder Erlöse der Elektrizitätsversorgungsunternehmen seien im Jahr 2004 leicht gestiegen, teilten die Statistiker außerdem mit. Der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an alle Endverbraucher habe bei 8,6 Cent je Kilowattstunde gelegen, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Unternehmen im Bergbau und verarbeitenden Gewerbe im Schnitt 5,5 Cent je Kilowattstunde zahlten, erzielten die Stromversorger bei den Privathaushalten mit durchschnittlichen 14,3 Cent einen deutlich höheren Betrag pro Kilowattstunde. Der Durchschnittserlös bei den privaten Haushalten habe um vier Prozent höher gelegen als im Jahr 2003, hieß es weiter.

In den Erlösen sind neben Arbeits-, Leistungs- und Verrechnungsentgelten auch Stromsteuer, Netznutzungsentgelte sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz enthalten, jedoch nicht die Mehrwertsteuer und rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen. Dementsprechend beschreiben die Erlöse nur die Einnahmeseite der Stromversorger. Der Durchschnittserlös wurde aus den Erlösen insgesamt und der Abgabe insgesamt berechnet.