Energieträger

Baden-Württemberg: Strom zu 58 Prozent aus Kernenergie

Bei der Erzeugung des Stroms im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg kam vor allem die Kernenergie zum Einsatz (58 Prozent). Weitere 28 Prozent des Stroms wurden aus Steinkohle und vier Prozent aus Erdgas gewonnen. Die Laufwasser- und Speicherwasserkraftwerke erzeugten 4,4 Milliarden Kilowattstunden (7 Prozent).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - In den Kraftwerken für die allgemeine Versorgung wurden im Jahr 2004 in Baden-Württemberg 65,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Dies waren 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes kam zur Erzeugung des Stroms vor allem die Kernenergie zum Einsatz (58 Prozent). Weitere 28 Prozent des Stroms wurden aus Steinkohle und vier Prozent aus Erdgas gewonnen. Die Laufwasser- und Speicherwasserkraftwerke erzeugten 4,4 Milliarden Kilowattstunden, dies waren fast sieben Prozent der Gesamterzeugung.

Im Jahr 1966 wurde in Baden-Württemberg erstmals Strom aus Kernenergie gewonnen. Den Anfang machte der Mehrzweckforschungsreaktor im Kernforschungszentrum Karlsruhe mit 57 Megawatt. 1968 ging das Kernkraftwerk Obrigheim ans Netz. In den 70er- und 80er-Jahren führten weitere Kraftwerkszugänge zu sprunghaften Zunahmen des Atomstroms. Bereits 1982 wurde mehr Strom aus Kernenergie gewonnen als aus Steinkohle und mit Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Philippsburg II (1984) entfiel in jedem Jahr mehr als die Hälfte der Stromerzeugung in Baden-Württemberg auf die Atomkraftwerke. 1994 war der Anteil des Atomstroms mit 65 Prozent am höchsten.