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Baden-Württemberg setzt Förderprogramm Energieholz fort

Mit einer Million Euro aus dem Haushalt des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg wird das stark nachgefragte Förderprogramm Energieholz neu gespeist und damit erfolgreich fortgeführt. 18 neue Holzhackschnitzel-Heizanlagen können mit diesen Mitteln gefördert werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

"Mit der neuerlichen Bereitstellung von einer Million Euro erreichen wir einen großen Schritt in die Zukunft. Holzenergie kann noch auf große, bisher ungenutzte Ressourcen zurückgreifen. Holzheizanlagen sind zuverlässiger und leistungsfähiger als vergleichbare Windkraftanlagen", erklärte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele. Die Ausgangsleistung (Nennleistung) der zu fördernden Holzheizanlagen entspreche der Leistung der in Baden-Württemberg aktuell diskutierten Windkraftanlagen, mit dem Vorteil, dass Holzheizanlagen dauerhaft und ohne Ausfall bei gleicher Nennleistung das drei- bis vierfache der Energiemenge einer Windkraftanlage liefern können. Die 18 jetzt zu fördernden Holzhackschnitzelheizanlagen haben eine Nennleistung von 14,5 Megawatt und können eine Energiemenge von 51 500 Megawattstunden liefern.

Bisher wurde ein Fördervolumen für Holzhackschnitzel-Heizanlagen von fast elf Millionen Euro bereit gestellt. Insgesamt konnten bislang 151 Anlagen mit knapp 100 Megawattstunden Leistung gefördert werden. Diese Anlagen produzieren jährlich 312 000 Megawattstunden Wärmeenergie und substituieren dadurch 31 Millionen Liter Heizöl.

"Eine aktuelle Studie zum Energieholzpotenzial in Baden-Württemberg zeigt deutlich auf, dass die angestrebte Verdopplung der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch bei intensiver Nutzung von Holz in kürzester Zeit voll umgesetzt werden kann. Zum jetzigen Stand könnten allein aus dem baden-württembergischen Wald etwa eine Million Festmeter und damit das Fünffache der bisherigen Menge Energieholz zusätzlich bereit gestellt werden", erklärte Forstminister Stächele.