Statistik

Baden-Württemberg senkt Kohlendioxidausstoß

Die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen in Baden-Württemberg beliefen sich nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes im Jahr 2002 auf knapp 78 Millionen Tonnen. Der Ausstoß dieses wichtigsten Klimagases lag damit um rund 2,6 Prozent niedriger als im Jahr 2001.

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Dabei fiel der Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen in Baden-Württemberg etwas stärker aus als auf Bundesebene (minus 1,5 Prozent). Der Anteil des Landes an den bundesweiten Kohlendioxid-Emissionen beträgt knapp 9,4 Prozent und liegt deutlich unter dem Anteilswert bei der Einwohnerzahl (13 Prozent) und dem Bruttoinlandsprodukt (14 Prozent). Jedoch liegen die Emissionen mit 11,5 Prozent noch immer erheblich über dem Reduktionsziel der Landesregierung, wonach bis zum Jahr 2005 eine Verringerung der auf unter 70 Millionen Tonnen angestrebt wird.

Wie das Statistische Landsamt weiter feststellt, lagen die Hauptursachen für den Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen in der abgeschwächten Konjunktur, der vergleichsweise milden Witterung sowie einer verringerten Auslastung der besonders Kohlendioxid-intensiven Kohlekraftwerke. Am deutlichsten nahmen dabei die Kohlendioxid-Emissionen aus den Feuerungen bei Haushalten und sonstigen Kleinverbrauchern (minus 5,1 Prozent) ab. Maßgebend war hier der geringere Bedarf an fossilen Brennstoffen infolge der überdurchschnittlich warmen Witterung.

Der gleichfalls deutliche Rückgang (minus 4,2 Prozent) der Kohlendioxid-Emissionen durch öffentliche Kraftwerke erklärt sich zum Teil aus der verstärkten Nutzung der Kernkraftwerke. So konnte trotz höherer Gesamtstromerzeugung im Land eine geringere Auslastung der Kohlekraftwerke realisiert werden. Hinzu kommt ein leicht erhöhter Wirkungsgrad und damit auch höhere Effizienz der fossil befeuerten Kraftwerke.