Statistik

Baden-Württemberg: Mehr Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung

Der Anteil des mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugten Stroms an der gesamten Nettostromerzeugung in Baden-Württemberg lag im Jahr 2006 bei 10 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden insgesamt 6.731 Gigawattstunden Strom in KWK erzeugt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Gegenüber 2003 stieg die Nettostromerzeugung aus KWK um neun Prozent und damit stärker als die Nettostromerzeugung insgesamt, die nur um zwei Prozent angestiegen ist. 29 Prozent der Nettostromerzeugung aus KWK erfolgt in den Industriekraftwerken, 71 Prozent in den Kraftwerken für die allgemeine Versorgung.

Die aus einem KWK-Prozess neben der Stromerzeugung ausgekoppelte Wärme wird über Fern- und Nahwärmenetze verteilt oder direkt vor Ort genutzt. 18.182 Gigawattstunden Wärme wurden 2006 in KWK-Anlagen erzeugt.

Als Brennstoff wird in den Kraftwärmekopplungsanlagen Baden-Württembergs vor allem Erdgas (44 Prozent) und Steinkohle (38 Prozent) eingesetzt. Dabei überwiegt in den größeren KWK-Anlagen der allgemeinen Versorgung die Steinkohle mit einem Anteil von 55 Prozent. In den industriellen KWK-Anlagen wird hingegen Erdgas (61 Prozent) am häufigsten eingesetzt. Auch spielen hier andere Brennstoffe, wie flüssige biogene Stoffe (15 Prozent) oder schweres Heizöl (5 Prozent), neben der Steinkohle (11 Prozent) eine größere Rolle.