Zementunternehmen

Baden-Württemberg genehmigt reduziertes Stromnetzentgelt

Das baden-württembergische Zementunternehmen Holcim zahlt künftig 35 Prozent weniger für die Netznutzung. Das genehmigte jetzt die im Wirtschaftsministerium angesiedelte Landeskartellbehörde und beruft sich dabei auf §19 der Stromnetzentgeltverordnung.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat einem regionalen Unternehmen ein reduziertes Stromnetzentgelt genehmigt. Die im Wirtschaftsministerium angesiedelte Landesregulierungsbehörde griff dabei auf § 19 der Stromnetzentgeltverordnung zurück.

Die Holcim Baden-Württemberg GmbH, ein stromintensives Unternehmen der Zementbranche, erhält von seinem Stromversorger, der Überlandwerk Eppler GmbH aus Dotternhausen (Zollernalbkreis), demnach einen Nachlass von 35 Prozent auf die regulären Preise für die Netznutzung.

Bereits Anfang Januar wurde erstmalig solch ein individuell reduziertes Entgelt zwischen der Sauerstoffwerk Friedrichshafen GmbH und der Technischen Werke Friedrichshafen GmbH genehmigt. Das neue Energiewirtschaftsrecht verpflichtet Stromnetzbetreiber dazu, Großkunden ein individuelles Netzentgelt, abweichend von ihren allgemeinen Kalkulationsprinzipien, anzubieten, wenn deren Abnahmeverhalten durch einen besonders gleichmäßigen und erheblichen Strombezug gekennzeichnet ist und dadurch zu einer gewünschten Glättung des Lastverlaufs beiträgt.

"Dadurch soll eine verursachungsgerechtere Zuordnung der Netzkosten auf die Netznutzer erreicht werden. Gleichzeitig führt dies zu einer Kostenentlastung bei Großkunden und verbessert damit deutlich deren Standortbedingungen in Baden-Württemberg", kommentierte Wirtschaftsminister Ernst Pfister.