Klimaschutz

Baden-Württemberg: Fotovoltaikanlagen auf landeseigenen Dächern

Baden-Württemberg stellt privaten Investoren landeseigene Dachflächen zur Installation von Fotovoltaikanlagen zur Verfügung. So wurden in diesem Jahr Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 370 Kilowatt installiert. Auch im nächsten Jahr soll das Programm fortgeführt werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Bis zum Jahr 2010 wollen wir in Baden-Württemberg den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gegenüber 1997 verdoppeln. Fotovoltaikanlagen können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Das Land stellt deshalb privaten Investoren landeseigene Dachflächen zur Installation von Fotovoltaikanlagen zur Verfügung. Allein im Jahr 2005 konnten auf diesem Weg fast 2000 Quadratmeter Fotovoltaikfläche auf Verwaltungsgebäuden, Universitäten und Fachhochschulen installiert werden. Mit den Investoren wurden langfristige Gestattungsverträge geschlossen", erläuterte der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus in dieser Woche in Stuttgart.

Der Solarstrom wird in das Stromnetz eingespeist. Der Betreiber der Solaranlage erhält dafür über das Erneuerbare-Energien-Gesetz eine attraktive Vergütung. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", ergänzte Umweltministerin Tanja Gönner. Die ansonsten aus fossilen Energieträgern gewonnene Energie werde ersetzt und damit der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verringert. Durch die Nutzung bereits vorhandenen Gebäudebestandes für die neuen Fotovoltaikanlagen werde außerdem keine zusätzliche Fläche verbraucht, so Gönner weiter. "Für private Investoren sind diese Anlagen deshalb nicht nur im Hinblick auf die erzielbare Rendite von Interesse, sondern auch unter Umweltgesichtspunkten."

In den letzten Jahren wurden auf landeseigenen Gebäuden Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 370 Kilowatt installiert. Der so produzierte Strom entspricht etwa dem Verbrauch von sechs bis acht Polizeirevieren. Für das nächste Jahr werden bereits weitere größere Projekte geplant.

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