24 000 Euro

Baden-Württemberg fördert Marketingstrategien für Energieberater im Handwerk

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Walter Döring, fördert das Projekt "Strategien zur erfolgreichen Markterschließung für Energieberater im Handwerk" mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Ziel 3. Als Zielgruppe werden alle Energieberater im Handwerk von dieser Maßnahme angesprochen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Döring: "In dem neuen Geschäftsfeld der Energieberatung ist es wichtig, dass der Energieberater neben seinem handwerklichen Geschick auch über Kompetenzen in der Gespräch- und Verkaufsberatung verfügt, um an Folgeaufträge für das Handwerk zu kommen. Das Projekt soll dazu dienen, die Handwerksbetriebe zu sensibilisieren, wie wichtig eine systematische Marktbearbeitung sowie die Umsetzung von Marketingstrategien für die Existenzsicherung eines Betriebes ist."

In Baden-Württemberg hätte sich vor allem durch das Landesförderprogramm EnergieSparCheck ein Markt für Energieberater aus dem Handwerk entwickelt. Hausbesitzer bekommen einen Zuschuss, wenn ein Energieberater diesen EnergieSparCheck an deren Gebäuden durchführt, mit dem Ziel Energieeinsparpotenziale zu ermitteln. Durch diese EnergieSparChecks können Handwerksbetriebe an Aufträge kommen, da der Kontakt zu dem Kunden bereits hergestellt ist und sich aus dem Check die Notwendigkeit zu einer Modernisierung ergeben kann. Bisher bekäme jedoch nur ein Viertel aller Energieberater einen Folgeauftrag aus einem EnergieSparCheck. Dies sei u.a. darauf zurückführen, dass die Energieberater aus dem Handwerk nicht in der Gesprächs- und Verkaufsberatung geschult seien. Zudem bestehe die Problematik, dass die Energieberater bzw. die Handwerksbetriebe zu wenig Werbung für diese Beratungsleistung machten und Aufträge überwiegend nur aus der projektimmanenten Werbung für das Landesförderprogramm resultierten.

In der ersten Phase wird das Konzept für den Projektablauf sowie ein Flyer mit den wichtigsten Informationen über das Projekt entwickelt. Bei der anschließenden Informations- und Mobilisierungsphase wird versucht, mit verschiedenen Informationsmedien möglichst viele Energieberater zu erreichen und für die Teilnahme an dem Projekt zu gewinnen. In dieser Phase sind auch Energieberaterforen bei jeder Handwerkskammer für jeweils 50 Teilnehmer geplant, die in die Fragen des Marketing in der Energieberatung einführen sollen. In der dritten Projektphase werden Workshops angeboten, durch die eine intensivere Weiterbildung im Themenbereich Marketing möglich ist. Bei jeder Handwerkskammer soll ein Workshop stattfinden, der jeweils zwei mal zwei Tage dauert und an dem bis zu 12 Energieberater teilnehmen können.