Niedriger Energieverbauch

Baden-Württemberg: CO2-Emmissionen in 2007 gesunken

Die energiebedingten CO2-Emissionen in Baden-Württemberg sind im Jahr 2007 auf rund 71 Millionen Tonnen gesunken. Damit sei der Ausstoß um mehr als acht Prozent niedriger gewesen als noch in den Jahren 2005 und 2006, teilte das Statistische Landesamt auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Auch die Emissionen des Referenzjahres für die nationalen Klimaschutzziele 1990 wurden damit um gut drei Millionen Tonnen Kohlendioxid unterschritten. Pro Einwohner wurden im Land 6,6 Tonnen CO2 in die Atmosphäre geleitet.

Als Grund der verringerten Kohlendioxid-Emissionen sehen die Statistiker vor allem den niedrigeren Verbrauch fossiler Energie in den Privathaushalten. Der besonders milde Winter, aber auch die gestiegenen Energiekosten zu der Zeit, hätten verbrauchsreduzierend gewirkt.

Gönner: Noch keine echte Trendwende

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) zeigte sich erfreut über den Rückgang. Von einer echten Trendwende und einem anhaltenden Erfolg beim Klimaschutz zu sprechen, wäre allerdings verfrüht, sagte sie am Montag in Stuttgart. Vielmehr seien 2007 durch den milden Winter auch Sonderfaktoren eingeflossen.

"Die Entwicklung ist dennoch ermutigend und zugleich ein Ansporn, in den Klimaschutzbemühungen nicht nachzulassen", sagte die Ministerin. Sie appellierte an Privathaushalte und Industrie, die Möglichkeiten, Energie einzusparen und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen, noch besser und konsequenter auszuschöpfen.

Zum Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen haben neben den Privathaushalten in geringerem Umfang auch die Kraftwerke im Land beigetragen. Sie stießen rund fünf Prozent weniger CO2 aus. Auch im Straßenverkehr nahmen die Emissionen trotz anhaltender Zunahme im Personen- und Güterverkehr um knapp ein Prozent ab. Grund dafür war der Einsatz verbrauchsreduzierender Techniken in Neuwagen. In der Industrie ist der CO2-Ausstoß trotz deutlicher Produktionssteigerungen gegenüber den Vorjahren stabil geblieben.