Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Baden-Württemberg bringt Ökoheizungs-Pflicht auf den Weg

Während die Pläne des Bundesumweltministeriums zur Einführung einer so genannten Öko-Pflicht bei Heizungen umstritten sind, hat die Landesregierung Baden-Württembergs diese Woche ein eigenes Erneuerbare-Wärme-Gesetz auf den Weg gebracht, welches 2008 in Kraft treten soll.

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Ulm (red) - Laut Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) soll das Gesetz bereits zum 1. Januar 2008 in Kraft tretten. Dann soll ab April nächsten Jahres bei Neubauten mindestens 20 Prozent der Wärme durch erneuerbare Energien erzeugt werden. Für den Gebäudebestand soll ab 2010 ein Anteil regenerativer Energien von zehn Prozent vorgeschrieben werden, der immer dann erfüllt werden müsse, wenn es zum Austausch der Heizungsanlage kommt. Ersatzweise könne die Verpflichtung durch eine verbesserte energetische Dämmung erfüllt werden. "Das Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Wenn das auf eine andere Weise erreicht werden kann, soll das anerkannt werden", erklärt Gönner. Ist der Einsatz solarthermischer Anlagen aus technischen Gründen nicht möglich, solle der Hauseigentümer von der Verpflichtung außerdem befreit werden.

"Nach den zahlreichen positiven Stellungnahmen bin ich zuversichtlich, dass die wesentlichen Punkte so bleiben und wir den Zeitplan einhalten können", so Gönner. Bislang sei diese Öko-Pflicht nur für Wohngebäude geplant, jedoch werde eine Ausweitung auf Büro- und Firmengebäude geprüft. Ebenfalls geprüft werden soll die Erhöhung des Ökoenergieanteils von 20 auf 30 Prozent analog des technischen Fortschritts.