Energieverbrauch senken

Baden-Württemberg bezuschusst EnergieSparCheck

Die Umweltvorgaben für alte Heizanlagen werden zum 1. November 2004 richtig streng, denn dann laufen die Übergangsfristen aus. In Baden-Württemberg wird der "EnergieSparCheck", der den Modernisierungsbedarf feststellt, vom Land bezuschusst und bietet so eine gute Möglichkeit, Einsparmöglichkeiten aufzudecken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Veraltete Heizanlagen, die die Grenzwerte der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) überschreiten, müssen bis zum 1. November 2004 saniert werden. "Die Sanierung einer alten Heizanlage kann den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent senken. Von einer gut arbeitenden Heizung profitieren daher nicht nur die Umwelt, sondern auch die Bewohner und die Hausbesitzer", erklärte dazu jetzt der baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller.

Nach Darstellung von Minister Müller weisen die Schornsteinfeger die Betreiber von Öl- und Gasfeuerungen bei den jährlich durchzuführenden Messungen auf die nun endgültig ablaufenden Übergangszeiträume hin. Hausbesitzer, deren Heizanlage modernisiert werden muss, sollten dies rechtzeitig tun, denn es wird mit einem Auftragsstau der Heizungsbau-Betriebe bis November gerechnet. Säumige Heizungsbesitzer müssten mit einem Bußgeld rechnen, in extremen Fällen könne die Heizungsanlage sogar ganz stillgelegt werden.

Vor einer Sanierung der Heizungsanlage empfiehlt Minister Müller die Energieeinsparmöglichkeiten des gesamten Gebäudes insgesamt zu untersuchen. Eine Variante für eine solche Untersuchung sei der vom Umwelt- und Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag organisierte "EnergieSparCheck". Den Check erledigen vor Ort über 1850 Meister des Handwerks, die speziell zum Energieberater ausgebildet wurden. Der EnergieSparCheck umfasst eine Analyse des Ist-Zustandes von Außenwänden, Dach, Fenstern, Kellerdecke und Heizungsanlage. Daraus werden je nach baulichem Zustand sinnvolle Sanierungsvorschläge erarbeitet und die möglichen Energie- und Kohlendioxid-Einsparungen berechnet.

Zuschüsse für den EnergieSparCheck gibt es für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Gebäude mit bis zu acht Wohnungen, die Wohnungseigentümergemeinschaften gehören. Das Ministerium übernimmt für jeden EnergieSparCheck einen Zuschuss von 100 Euro. Der Eigenanteil des Gebäudebesitzers beträgt 75 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser, für jede weitere Wohneinheit (bis max. acht Wohneinheiten) 25 Euro.

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