Förderprogramm

Baden-Württemberg begeistert von Geothermie-Resonanz

Die baden-württembergische Landesregierung hat eine positive Bilanz des im vergangenen Jahr aufgelegten Förderprogramms zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie gezogen. "Das Programm ist auf eine überwältigende Resonanz gestoßen", sagten Ministerpräsident und Umweltministerin.

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Stuttgart (red) - Es habe Gesamtinvestitionen von rund 40 Millionen Euro ausgelöst und hat dadurch bei den beauftragten Unternehmen, die vorwiegend dem heimischen Handwerk und dem Mittelstand angehören auch wirtschaftliche Impulse gesetzt. "Mit rund 1700 Förderanträgen ist es sogar deutlich überzeichnet. Dies zeigt: Die Entscheidung, verstärkt auf die Geothermie als einen der wichtigsten Träger erneuerbarer Energien zu setzen, ist richtig. Die Geothermie ist ein zentraler Baustein für einen tragfähigen Energiemix der Zukunft", erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Umweltministerin Tanja Gönner weiter.

Das ursprünglich auf zwei Millionen Euro ausgelegte und bis 31. Dezember 2005 befristete Programm sei deshalb auf 4,2 Millionen Euro aufgestockt worden, hieß es weiter. Die Zahl der im Land installierten Erdwärmesonden sei in nur einem Jahr mehr als verdoppelt worden, die gewonnene Energieleistung habe sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 45 000 Megawattstunden erhöht.

Die baden-württembergische Landesregierung bekräftigte gleichzeitig ihr Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2010 von derzeit 3,3 Prozent auf 4,8 Prozent zu steigern. Die zwischenzeitlich erlangte bundesweite Spitzenstellung bei der Nutzung der oberflächennahen Erdwärme soll durch ein neues Forschungsprojekt weiter ausgebaut werden, erklärten Ministerpräsident Oettinger und Umweltministerin Gönner. "Wir wollen in einer landesweiten Kartierung die im Land vorhandenen Potenziale im Detail aufzeigen".

Dazu gehörten die standort- und bohrtiefenbezogene Ausweisung der jeweiligen Wärmeleitfähigkeit sowie auch möglicherweise entstehende Beeinträchtigungen des Grundwasserschutzes. Außerdem sollen Untersuchungen zur Verbesserung und Optimierung der Sondentechnik durchgeführt werden. Dabei gehe es vor allem um die Verbesserung der Grundwasserverträglichkeit der Sondentechnik sowie um eine Erhöhung der Energieausbeute.