Energiebericht 2001

Baden-Württemberg: Anteil erneuerbarer Energien wächst stetig

Im aktuellen Energiebericht des Landes Baden-Württemberg zieht das Wirtschaftsministerium Bilanz über den Ausbau erneuerbarer Energien und die Bemühungen zum Energiesparen. Im Bereich der erneuerbaren Energien war die Windkraft mit einer Steigerung von 142 Prozent Spitzenreiter bei den Zuwachsraten, dicht gefolgt von der Solarenergie mit einem Plus von 134 Prozent.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Energieerzeugung in Baden-Württemberg wächst stetig. Dies stellte der Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Walter Döring, anlässlich der Vorstellung des Energieberichts 2001 in Stuttgart fest. Im Jahr 2000 konnten die umweltfreundlichen Energielieferanten in Baden-Württemberg bereits einen Anteil von 3,1 Prozent zum Primärenergieverbrauch leisten. Spitzenreiter bei den Zuwachsraten war die Windkraft mit einer Steigerung von 142 Prozent, dicht gefolgt von der Fotovoltaik mit einem Plus von 134 Prozent.

Bei der Stromerzeugung hatten die alternativen Energiequellen im Jahr 2000 bereits einen Anteil in der Größenordnung von acht Prozent an der Brutto-Erzeugung, wovon die Wasserkraft einen Löwenanteil von 95 Prozent hat. Der Minister wies darauf hin, dass Baden-Württemberg die Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien sehr intensiv unterstütze. Von 1996 bis 2001 wurden in Baden-Württemberg über 102 Millionen Mark für diesen Bereich aufgewendet.

Beachtliche Erfolge vermeldete der Wirtschaftsminister auch bei den Bemühungen des Landes zum Energiesparen. Der spezifische Gesamtenergieverbrauch ging in Baden-Württemberg nach einer Reduktion im Vorjahr um 2,8 Prozent nochmals um 5,7 Prozent zurück. Im Jahr 2000 wurden zur Erwirtschaftung einer Mark des Bruttoinlandsprodukts etwa 25 Prozent weniger Primärenergie und etwa 33 Prozent weniger Endenergie benötigt als im Jahr 1973.