Positive Zwischenbilanz

Baden-Württemberg: 5.900 EnergieSparChecks ausgestellt

Landesumweltministerin Tanja Gönner (CDU) zog am Montag gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag, der Ingenieurkammer Baden-Württemberg und dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg eine positive Zwischenbilanz bei der energetischen Gebäudesanierung im Land.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Die energetische Modernisierung von Gebäuden boomt. Im vergangenen Jahr war eine deutlich gestiegene Nachfrage festzustellen." Die vom Land und Handwerkstag geförderte qualifizierte Energieberatung sei auf einen Rekordwert gestiegen, freute sich Gönner. 5.900 EnergieSparChecks seien gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 50 Prozent. Die Ministerin wertete dies als Beleg für ein gestiegenes Energiebewusstsein in der Bevölkerung.

Rund 26,5 Millionen Euro Zuschüsse sowie Kreditzusagen von knapp 320 Millionen Euro sind den Anagben zufolge im vergangenen Jahr von den neu aufgelegten Bundesprogrammen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden nach Baden-Württemberg geflossen. Es gebe allerdings im Wohnungsbestand weiterhin erhebliche Potenziale, Energie einzusparen und die Energieeffizienz zu steigern, erläuterte Gönner. Etwa ein Drittel des jährlichen Ausstoßes an Kohlendioxid von 74 Millionen Tonnen entfalle auf den Wärmeverbrauch von Gebäuden. Vor allem bei Gebäuden, die vor 1978 erbaut wurden, als es noch keine gesetzlichen Vorgaben zur Wärmedämmung gab, bestünden große weitreichende Möglichkeiten, die Energiebilanz zu verbessern. "Das betrifft etwa zwei Drittel des vorhandenen Gebäudebestandes. Trotz des Booms ist nur ein kleiner Teil davon umfassend energetisch saniert." Die Bundesförderung solle noch in diesem Jahr durch Landesprogramme ergänzt werden, so Gönner. "Wir arbeiten zurzeit ein Konzept aus, bei dem es darum geht, die Energieeffizienz in bestehenden Gebäuden zu verbessern und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im Neubaubereich zu fördern."

Ab diesem Jahr sollen neben Gebäudeenergieberatern des Handwerks auch dafür ausgebildete Ingenieure und Architekten den EnergieSparCheck ausstellen können, kündigte Gönner an. Notwendig dafür sei eine entsprechende Zusatzqualifikation.

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