Vorstandswechsel

Avacon-Konzern steigert Umsätze auf 2,4 Milliarden Euro

Im vierten Jahr in Folge konnte die Helmstedter Avacon 2002 ihr Wachstum fortsetzen. Dieses Fazit zog Avacon-Chef Dr. Klaus Deparade auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz, als er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Dr. Ingo Luge (Finanzen) und Jochen Schnoor (Vertrieb) den Jahresabschluss 2002 vorstellte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Der positive Trend gilt laut Deparade sowohl für den Avacon-Konzern, in dem die Mehrheitsbeteiligungen konsolidiert seien, als auch für die Avacon AG selbst. Während sich die Umsatzerlöse des Konzerns insgesamt um rund 155 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro (plus 6,8 Prozent)erhöhten, stiegen sie bei der Avacon AG um knapp 60 Millionen Euro auf etwa 2,3 Milliarden Euro (plus 2,7 Prozent). Anders als im Vorjahr wuchsen die Umsätze der Avacon AG jedoch nicht in allen Geschäftsfeldern: "Während wir unsere Umsätze im Geschäftsfeld Strom um 124 Millionen Euro (plus 11,3 Prozent) auf rund 1,2 Milliarden Euro steigerten, verzeichneten wir im Erdgasgeschäft einen geringfügigen Rückgang um 64 auf etwa 934 Millionen Euro (minus 6,4 Prozent)", sagte Vertriebsvorstand Schnoor. Als wesentlichen Grund nannte Schnoor gesunkene Preise der Wettbewerbsenergie Heizöl.

Insgesamt konnte die Avacon AG ihren Jahresüberschuss steigern: "Nach Abzug der Steuern verbleibt für das Jahr 2002 ein Gewinn in Höhe von 144,7 Millionen Euro. Dies sind 20,5 Prozent oder 24,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr", berichtete Finanzvorstand Luge. Er verwies zudem auf die von der Avacon AG in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt getätigten Investitionen: "Allein im Bereich Strom haben wir 42 Millionen Euro in unsere technischen Anlagen investiert."

Vorstandschef Deparade verwies auf das weitere Wachstum des Avacon-Konzerns. So konnte Avacon im Berichtsjahr mit 55,5 Prozent die Mehrheit der Anteile am Regionalversorger LandE GmbH, Wolfsburg-Fallersleben, übernehmen. "Aber auch bei den Minderheitsbeteiligungen konnten wir erneut wachsen", sagte der Avacon-Chef. Als Beispiele nannte er die Überlandwerk Leinetal GmbH in Gronau, an der Avacon nun mit 48 Prozent beteiligt ist, und die Städtische Werke Magdeburg Beteiligungs GmbH, über die Avacon gemeinsam mit der Gelsenwasser AG 29 Prozent an den Stadtwerken Magdeburg halte. "Den Weg, über Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen verstärkte Partnerschaften mit anderen Unternehmen unserer Branche zu suchen, werden wir weiter beschreiten", betonte der Vorstandsvorsitzende, der Ende Mai in den Ruhestand tritt. Am 1. Juni wird Dr. Klaus-Dieter Maubach, technischer Vorstand bei Avacon, zusätzlich den Vorstandsvorsitz übernehmen.