Forderung

Austermann: "Strombörse schließen"

In einem Zeitungsinterview bezeichnete der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) die Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) als "unzulässiges Kartell", das er am liebsten beenden würde. Er habe ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben.

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Hamburg (red) - Wie Austermann gegenüber der Wirtschaftszeitschrift "Capital" mitteilte, soll das Gutachten des Kölner Energie-Experten Axel Ockenfels im Februar vorliegen. Er betonte, schon jetzt zeige sich, das nicht alles bleiben könne wie es ist. Die Preisbildung an der Börse sei völlig undurchsichtig.

Bei der Sitzung der Landeswirtschaftsminister Anfang Dezember hatten die Ressortchefs angekündigt, prüfen zu lassen, wie Insidergeschäfte an der EEX ausgeschlossen werden können. Nach einem Bericht von "Capital" ist bei den Ermittlungen der EU-Kommission wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen von deutschen Stromversorgern auch die EEX im Visier der Fahnder. Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (CDU) sprach sich gegen eine Schließung des einzigen überwachten deutschen Stromhandelsplatzes aus.