Solarinitiative Thüringen

Ausbildungszentrum soll Thüringen als Solarstandort

In Erfurt haben die Bauarbeiten für das "Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft" begonnen. Mit der Ausbildungsstätte für Fachkräfte werde die Position Thüringens als führender Solarstandort in Europa gestärkt, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 8,7 Millionen Euro.

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Erfurt (ddp-lth/sm) - Ab 2010 sollen es im dem Zentrum 351 Ausbildungsplätze für Solartechniker, Mechatroniker sowie Mikro- und Nanotechnologen geben. Zudem würden Weiterbildungen für Fachkräfte aus der Solarbranche und Umschulungen für Arbeitssuchende angeboten.

Träger der Einrichtung ist das Bildungswerk für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung Thüringen (BWAW). Dessen Geschäftsführer Karl-Heinz Pfündner sagte, mit dem bundesweit einmaligen Kompetenzzentrum entspreche man "einer zentralen Forderung der Solarunternehmen" nach einem eigenen Berufsbild. Derzeit behelfe sich die Branche noch mit der Ergänzung bereits existierender Ausbildungswege um solare Inhalte, sagte Pfündner.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wird das Projekt überwiegend aus dem je zur Hälfte von Bund und Ländern finanzierten Fonds zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" finanziert. Das Ausbildungszentrum ist Teil der 2007 gegründeten "Solarinitiative Thüringen", mit der sich der Freistaat gemeinsam mit Sachsen und Sachsen-Anhalt am vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Industrie- und Forschungscluster "Solarvalley Mitteldeutschland" beteiligt.

Nach Angaben des Wirtschaftsministers wird sich der Bedarf an Fachkräften im Bereich der Solartechnik in Thüringen in den nächsten drei Jahren auf etwa 5000 verdoppeln. Die Ausbildung von Fachkräften für die Solarindustrie sei zudem ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen, betonte Reinholz.

Auch "Solarvalley"-Sprecher Hubert Aulich betonte, für die Solarwirtschaft sei das Ausbildungszentrum von entscheidender Bedeutung. Die Fachkräftefrage dürfe "nicht zur Wachstumsbremse werden für die Branche".