Weiterbildung

Ausbildung von Fachkräften: Solarteure sind gefragt

Für Hausbesitzer ist es oft nicht leicht, für den Einbau einer Solaranlage qualifizierte Fachleute zu bekommen. Um diese Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen, hat die KIBA GmbH mit finanzieller Unterstützung der Energiestiftung Schleswig-Holstein über zwei Jahre eine Weiterbildung veranstaltet.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Solartechnik wird auch im Norden immer wichtiger. Höhere Brennstoffkosten, knappere Ressourcen und gestiegenes ökologisches Bewusstsein führen dazu, dass sich immer mehr Eigenheimbetreiber für eine umweltfreundliche solarthermische Warmwasser- oder photovoltaische Solarstrom-Anlage entscheiden. Auch gewerbliche Firmen erkennen in der Solartechnik einen Markt der Zukunft. So bieten sich fast unbegrenzte Möglichkeiten, Dächer von Werkhallen oder Montagegebäuden und die Fassaden von Bürogebäuden zur solaren Energieerzeugung zu nutzen.

Für Hausbesitzer ist es allerdings oft nicht leicht, für den Einbau einer Solaranlage qualifizierte Fachleute zu bekommen. Denn nicht jeder Heizungs- und Elektroinstallateur ist in der Lage, Solarkollektor- oder Photovoltaik Systeme einzubauen. Um diese Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen, hat die KIBA GmbH mit finanzieller Unterstützung der Energiestiftung Schleswig-Holstein über zwei Jahre eine Weiterbildung veranstaltet. Arbeitslose sozialhilfe-beziehende Handwerker, Techniker und Ingenieure konnten erstmalig in Schleswig-Holstein an einer intensiven theoretischen und praktischen Schulung zu Solarfachkräften teilnehmen. Dabei lernten sie unter anderem die genaue, dem Bedarf angepasste Auslegung und den fachgerechten Einsatz sowie die Montage solarer Wärme- und Stromanlagen, deren Wirtschaftlichkeit und ökologische Vorteilhaftigkeit sowie den Betrieb von Elektro-Wärmepumpen.

In zwei jeweils einjährigen Lehrgängen wurden zusammen 19 Personen weitergebildet. Sieben von ihnen konnten bei der Handwerkskammer Münster erfolgreich eine Prüfung ablegen und so die Berechtigung erwerben, den Titel "Solarteur" zu tragen. Zwei weitere Teilnehmer haben im Rahmen ihrer Weiterbildung bei der Glücksburger Firma "Artefact" eine Prüfung zum Solarberater absolviert. Eine Teilnehmerin wurde sogar Solarberaterin für Photovoltaik und Solarthermie. Ein dreimonatiges Betriebspraktikum bei Handwerksfirmen sorgte für ein hohes Maß an fachlicher Praxis und Arbeitsnähe.