Nach dem Preisanstieg

Ausbau von Solaranlagen soll offenbar gebremst werden

Um die Akzeptanz der erneuerbaren Energien hierzulande nicht zu gefährden, will die Bundesregierung laut "Financial Times Deutschland" eine Fortsetzung des derzeitigen Solarbooms verhindern. Verhandelt werde beispielsweise über eine feste Grenze für den Zubau von Solaranlagen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Hinter den Kulissen verhandelten Vertreter der Solarbranche bereits mit dem Umweltministerium über Wege, den Ausbau von Solarenergie Anlagen zu begrenzen, berichtete die Zeitung am Montag. Sie zitierte zudem aus einem Brief des energiepolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Thomas Bareiß (CDU), an Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die Fraktionsführung, in dem der Politiker eine zusätzliche Kürzung der Solarvergütung im kommenden Jahr fordert. Auch eine feste Obergrenze für den Zubau müsse geprüft werden.

Vor allem wegen des Ausbaus der Solarenergie steigt im kommenden Jahr die Ökostrom-Umlage - die sogenannte EEG-Umlage - um über 70 Prozent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Für erneuerbaren Strom, der ins Netz gelangt, erhält der Produzent eine Einspeisevergütung. Diese Vergütung ist für Solarstrom im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energiequellen noch besonders hoch.

Es bestehe immer noch eine "massive Überförderung, die zu Fehlanreizen führt", zitierte die "Financial Times Deutschland" aus dem Brief von Bareiß. Der derzeitige, kaum gebremste Ausbau der Solarenergie drohe unter finanziellen und technischen Gesichtspunkten aus dem Ruder zu laufen.