Wenig Belastung für Stromkunden

Ausbau erneuerbarer Energien bringt Milliarden-Investitionen

Der Ausbau der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland bringt nach Angaben des Bundesumweltministeriums erhebliche Investitionen mit sich. Einer Studie zufolge sollen bei der Umsetzung der aktuellen Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 jährlich zwischen sechs und acht Milliarden Euro investiert werden. Die Kosten für die einzelnen Stromkunden hielten sich dabei in Grenzen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Trotz eines Anstiegs der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von derzeit etwa 15 Prozent auf rund 30 Prozent im Jahr 2020 und rund 50 Prozent im Jahr 2030 stiegen die von den Stromkunden aufzubringenden Mehrkosten (die sogenannten Differenzkosten) nur bis etwa Mitte des kommenden Jahrzehnts leicht an, teilte das Ministerium mit. Mit einer Umlage von maximal 1,5 Cent/kWh liege diese dann nur geringfügig über ihrem aktuellen Wert von etwa 1,2 Cent/kWh.

Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angelegte Abschmelzung der Vergütung (Degression) sowie voraussichtlich weiterhin deutlich steigende Kosten der fossilen Stromerzeugung sorgten dafür, dass Strom aus erneuerbaren Energien zunehmend frei vermarktbar werde und die Mehrkosten des EEG kontinuierlich sänken. Nach dem Gutachten liege die EEG-Umlage 2030 nur noch bei 0,2 Cent/kWh.

In der Studie hat das Institut für neue Energien (IfnE), Teltow, berechnet, welche kurz- und mittelfristigen Auswirkungen die zum 1. Januar 2009 in Kraft tretende Neufassung des EEG auf Vergütungen, Strompreise sowie eine Reihe weiterer Größen hat.

Weiterführende Links
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz