Kein Verband

Ausbau der erneuerbaren Energien: VIK fordert Grips statt Gießkanne

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft sieht das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht als Vorbild für eine effiziente Förderung der regenerativen Energien. Er vermisst gezielte Anreize zu Effizienzsteigerung und Kostensenkungen und sieht stattdessen Dauersubventionen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Der globale Ausbau erneuerbarer Energien zur Stärkung der weltweiten Energieversorgung und des Klimaschutzes wird auch vom Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft begrüßt. Das neue deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei aber dabei kein Vorbild, moniert der Verband.

Statt gezielt Anreize zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen zu setzen, gebe das neue EEG jedem Anlagentyp und jedem Investor zu viele Fördergelder. Nach Einschätzung des VIK kreiere das Dauersubventionen und unterstütze Subventionsmentalität. Daher hofft der VIK, dass auf der "renewables 2004" der Einfluss regionaler Besonderheiten bei der Entwicklung erneuerbarer Energietechniken stärker durchschlägt. Solaranlagen seien in sonnenreichen Gebieten zu fördern und Windanlagen in windreichen Regionen.

Die Förderung erneuerbarer Energien ohne Rücksicht auf die entstehenden Kosten gefährde die Wettbewerbsfähigkeit vieler Industriestandorte und Arbeitsplätze in Deutschland, gibt der VIK zu bedenken. Damit trete zum Problem der Ressourcenverschwendung durch ineffizienten Mitteleinsatz beim EEG noch die zusätzliche Belastung des Industriestandorts Deutschland.