Modellprojekt

Auf Energiesparkurs: Soziale Einrichtungen im Klimaschutz aktiv

Das Heilpädagogische Sozialwerk Freiburg im Breisgau will in Zusammenarbeit mit vier sozialen Einrichtungen Menschen mit Behinderungen und deren Betreuer an ein energiebewusstes Leben und einen aktiven Klimaschutz heranführen. Am Ende sollen die Institutionen pro Jahr zehn Prozent weniger Energie verbrauchen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Osnabrück/Freiburg (red) - An dem Modell beteiligen sich die Lautenbacher Gemeinschaft, die Sozialtherapeutische Gemeinschaft Weckelweiler, die Sozialtherapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in Waldkirch und die Hohenfrieder Werkstätten an der deutsch-österreichischen Grenze. Insgesamt sollen 900 so genannte "seelenbedürftige Menschen" durch ihre Begeisterungsfähigkeit für das Thema sensibilisiert werden und dabei von knapp 650 Betreuern begleitet werden. Fachleute der Essener Ingenieurfirma Gertec werden die Maßnahmen ständig beobachten und durch ein umfassendes "Energiecontrolling" überprüfen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das neue Projekt mit 70 000 Euro.

Im ersten Projektjahr sollen fünf Prozent Energie gespart werden und im zweiten sogar bis zu zehn Prozent. Zentrales Element des Projektes sind die "Energiesparwochen". Dabei soll jeden Tag ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. Außerdem wird jeweils ein Betreuer zum "Energieexperten" ernannt, der für dieses "Amt" extra geschult wird. In den Monaten nach den Aktionswochen sind die Fachkräfte für das Umsetzen der neu gelernten Maßnahmen verantwortlich.

In Form von drei Leitfäden werden außerdem die Erfahrungen zu den Themen "Umweltpädagogik für Menschen mit Behinderungen", "Öffentlichkeitsarbeit" und "Energie-Controlling in sozialen Einrichtungen" zusammengefasst. Eine umfassende Dokumentation wird die Projektbausteine vorstellen. Auf diese Weise soll das Konzept der Energiesparwoche anderen sozialen Institutionen zugänglich werden und zur Nachahmung anregen.

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