Hängepartie

Auch Stromwirtschaft will EnWG noch vor Auflösung des Bundestags

"Die Stromwirtschaft hat ein großes Interesse an der Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes", sagte der Hauptgeschäftsführer des VDEW, Eberhard Meller, der "Welt am Sonntag". Die Hängepartie müsse ein Ende haben. Die Sicherung der Stromversorgung sei eine langfristige Aufgabe.

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Berlin (ddp/sm) - Die deutsche Stromwirtschaft fordert eine Verabschiedung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes im Bundestag noch vor dessen geplanter Auflösung. "Die Stromwirtschaft hat ein großes Interesse an der Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Eberhard Meller, der "Welt am Sonntag". Die Hängepartie müsse ein Ende haben. Die Sicherung der Stromversorgung sei eine langfristige Aufgabe und müsse unabhängig von Parteipolitik sein.

Hintergrund ist die Auseinandersetzung zwischen Bund und Ländern über die Einzelheiten des Energiewirtschaftsgesetzes, wie die Zeitung erläutert. Das soll unter anderem den Zugang zu den Strom- und Gasleitungen der Energieunternehmen regeln und so den Wettbewerb bei Strom und Gas erhöhen. Die Bundesrepublik wurde bereits von der EU-Kommission aufgefordert, endlich den geforderten Regulator auch in Deutschland zu installieren. Die Strombranche hofft nun, die bestehenden Unklarheiten spätestens bis zu der für den 1. Juli erwarteten Auflösung des Bundestags beseitigt zu sehen.