Bilanz

Auch RWE bei Betriebsergebnis und Umsatz besser als Prognosen

Der größte deutsche Energiekonzern RWE hat heute seine Bilanz für das erste Halbjahr 2005 vorgelegt: Das betriebliche Ergebnis sowie das Nettoergebnis stiegen, der Umsatz sank um 1,8 Prozent. Das Ergebnis je Aktie legte damit um 5,4 Prozent zu und die Nettoverschuldung blieb auf niedrigem Niveau.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Der Essener Energiekonzern RWE hat im ersten Halbjahr seinen operativen Gewinn etwas stärker als erwartet steigern können. Das Betriebsergebnis legte gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 3,46 Milliarden Euro zu, wie der größte deutsche Stromerzeuger heute bekannt gab. Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsergebnis von 3,4 Milliarden Euro gerechnet. Den Nettogewinn steigerte RWE um 5,2 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro, blieb damit allerdings hinter den Prognosen von 1,48 Milliarden zurück.

Der Umsatz sank den Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten um 1,8 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro, lag damit allerdings über den Analystenprognosen von knapp 20,0 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte und Wechselkursveränderungen sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig bekräftigte das Unternehmen seine Prognosen für das Gesamtjahr. Danach soll das Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von Sonder- und Währungseffekten im einstelligen Prozentbereich wachsen. Ausschlaggebend hierfür seien erfolgreiche Geschäfte im kontinentaleuropäischen Energiegeschäft sowie dem britischen Wassersektor. Belastungen stammten dagegen aus höheren Steinkohlekosten und einer Unterausstattung mit Kohlendioxid-Zertifikaten. Auch für das Nettoergebnis sehe der Konzern weiter eine Verbesserung im einstelligen Prozentbereich.

Marktbeobachter sahen in dem Zahlenwerk wenig Überraschungen. Insgesamt habe RWE die Erwartungen getroffen, sagte Analyst Nils Machemehl vom Bankhaus M.M. Warburg. Dabei sei das operative Ergebnis sogar etwas über den Schätzungen ausgefallen. Die übrigen Ergebnisdaten lägen im Rahmen der Erwartungen. Aktienhändler äußerten sich ähnlich zu den Zahlen.