Druck wächst

Auch Pfister für sinkende Strompreise

Nachdem der hessische Wirtschaftsminister Rhiel am Pfingstwochenende den Druck auf die Stromanbieter erhöhte, ziehen auch die Chefs der anderen Länder nach. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Pfister beispielsweise sagte, das EnWG zur Senkung der Netzentgelte nutzen zu wollen.

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Stuttgart (red) - Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat angesichts der derzeitigen Debatte über Strompreise angekündigt, das neue Energiewirtschaftsgesetz weiterhin konsequent zum Nutzen der Endverbraucher anzuwenden. Pfister: "Die Auswirkungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes machen sich für die ersten Stromkunden in Baden-Württemberg bezahlt."

Nach den Angaben des Ministers haben die Landesregulierungsbehörde im Wirtschaftsministerium das neue Energiewirtschaftsgesetz bereits genutzt, um die Netznutzungsentgelte von Stromnetzbetreibern zwischen acht und 25 Prozent zu senken. Ob damit allerdings auch die Senkung des Gesamtstrompreises der örtlichen Stromversorger einhergehe, hänge von der Kostenentwicklung der übrigen Faktoren ab, sagte Pfister.

Pfister geht davon aus, dass die Kontrolle der Netzzugangskosten und die alsbald erwartete so genannte Anreizregulierung ein dauerhaft Erfolg versprechender Weg sind, der echte wettbewerbliche Anreize für Stromlieferanten von Haushaltskunden schafft.