Strompreise

Auch Ökostrom wird teurer

Millionen Verbraucher müssen ab dem Jahreswechsel mehr Geld für ihren Strom zahlen. Mindestens 40 Grundversorger erhöhen zum 1. Januar ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent. Auch die Kunden der führenden Ökostrom-Anbieter müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Heidelberg/Berlin (afp/red) - Die höchste Preissteigerung bei den Ökostrom-Anbietern müssen Kunden des Marktführers Lichtblick hinnehmen. Dieser erhöht den monatlichen Grundpreis genauso wie den Preis pro Kilowattstunde. Ein Standardhaushalt zahlt damit ab 1. Januar im Schnitt 10,3 Prozent mehr als bislang. Zuvor hatte das Unternehmen die Preise zwei Jahre stabil gehalten.

Steigende Netzentgelte

LichtBlick begründete die Erhöhung u.a. mit trotz staatlicher Kontrolle massiv gestiegenen und noch weiter steigenden Netzentgelten. Im Durchschnitt seien die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze in den letzten 18 Monate um 15 Prozent, in manchen Netzgebieten sogar bei bis zu 30 Prozent gestiegen. "Es ist höchste Zeit, dass die Politik diesem Selbstbedienungsladen der Netzbetreiber einen Riegel vorschiebt", sagte LichtBlick-Chef Christian Friege. Die Netzentgelte machen dem LichtBlick-Chef zufolge 28 Prozent des Strompreises aus. 40 Prozent entfielen auf Steuern und Abgaben. Lediglich 32 Prozent der Kosten verantwortet LichtBlick - sie entfallen vor allem auf den Stromeinkauf.

Greenpeace Energy und EWS erhöhen

Beim zweitgrößten Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy steigen die Preise im Schnitt um 9,1 Prozent, beim drittgrößten Ökostrom-Versorger Elektrizitätswerke Schönau (EWS) beträgt das Preisplus gut sechs Prozent. Mit unserem kostenlosen Stromrechner für Ökostrom finden Verbraucher günstige Ökostrom-Tarife.