Verhandlungen

Auch niederländische Endex wohl an Strombörsen-Fusion interessiert

Obwohl die Fusion der Leipziger Strombörse EEX mit der französischen Strombörse Powernext noch nicht in trockenen Tüchern ist, überlegt bereits offenbar die niederländische Strom- und Gasbörse Endex, ob sie dem angestrebten deutsch-französischen Börsenverbund beitreten soll.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - So solle Endex-Chef Stephan Follender Grossfeld daran interessiert sein, einen Anteil in bisher nicht bezifferter Höhe an der neuen deutsch-französischen Energiebörse zu erwerben, die ihren Sitz in Paris haben wird. Das berichten laut "Wirtschaftswoche" Verhandlungsteilnehmer in Paris.

Dazu passe zudem, dass die Niederländer bereits ein sogenanntes "Initial Share", also eine symbolische Aktie, an der Gesellschaft European Commodity Clearing (ECC) gekauft haben, einer Tochter der Leipziger Strombörse.

Die ECC wurde bereits im vergangenen Jahr als eigenständige Bank der Leipziger Strombörse ins Leben gerufen. Sie wickelt die Strom-Kontrakte ab. Mit der symbolischen Beteiligung, vermuten der "Wirtschaftswoche" zufolge Branchenkenner, versuchen sich die Niederländer eine Option für einen späteren Beitritt offen zu halten.

Auch die im August vollzogene Ausgliederung des Spotgeschäftes aus der Leipziger Strombörse gilt als Signal für eine Großfusion. In einem ersten Schritt sollen dabei die Spotgeschäfte der Leipziger und der Franzosen verschmolzen werden. Das Terminmarkt-Geschäft soll im nächsten Jahr folgen. EEX und Powernext wollten die Fusionsverhandlungen bisher nicht kommentieren.