Statistik

Auch im Mai treiben hohe Energiepreise die Inflation an

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai gestiegen. Im vergangenen Monat hätten die Verbraucher für ihren Lebensunterhalt 1,2 Prozent mehr ausgeben müssen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag unter Berufung auf endgültige Zahlen mitteilte. Wichtiger Preistreiber: hohe Strompreise.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wiesbaden (afp/red) - Im April hatte die Inflationsrate bei 1,0 Prozent gelegen, im März bei 1,1 Prozent und damit erstmals seit über einem Jahr über der Ein-Prozent-Marke. Im Vergleich zu April stiegen die Preise im Mai um 0,1 Prozent. Die endgültigen Zahlen bestätigten vorherige Schätzungen des Bundesamtes, auch Energie- und Strompreise betreffend.

Wie in den Vormonaten stiegen auch im Mai die Preise für Mineralölprodukte besonders kräftig, wie die Statistiker mitteilten. Bereits seit März 2010 müssen die Verbraucher demnach steigende Energiepreise hinnehmen. Besonders stark habe sich der Preisanstieg bei Mineralölprodukten (plus 17,9 Prozent) auf die Teuerungsrate ausgewirkt. Auch die Strompreise stiegen um 2,9 Prozent. Die binnen Jahresfrist rückläufigen Preise für Gas (minus 9,3 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 12,0 Prozent) konnten den Preisanstieg bei den anderen Energieprodukten demnach nicht ausgleichen.