Weltweit

Auch Gabriel will Ausbau der Erneuerbaren forcieren

Auf der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien am Wochenende in Bonn versprach der neue Umweltminister Sigmar Gabriel, den Ausbau der erneuerbaren Energien hoch auf der internationalen Tagesordnung halten zu wollen. Der Atomkraft erteilte er hingegen eine entschiedene Absage.

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Berlin (red) - Ganz im Sinne seines Vorgängers will auch der neue Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Ausbau der erneuerbaren Energien national und global voranbringen. "Um eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzubauen und dem Klimawandel wirksam begegnen zu können, brauchen wir den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit einer Doppelstrategie von Energie- und Rohstoffeffizienz einerseits und Ausbau der Erneurbaren andererseits sorgen wir zugleich für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze", erklärte Gabriel am Wochenende auf der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien in Bonn. Eine entschiedene Absage erteilte er hingegen der Atomkraft: "Wirtschaftswachstum und Klimaschutz können nicht auf Atomkraftwerke aufgebaut werden."

Gabriel versicherte, das Thema erneuerbare Energien hoch auf der internationalen Tagesordnung halten zu wollen. Gleichzeitig hob er die Impulse und Signale hervor, die von der internationalen Bonner Konferenz renewables 2004 und der Nachfolgekonferenz in Peking in diesem Monat ausgegangen sind. Gabriel: "Die Konferenz in Bonn war der globale Aufbruch in ein neues, solares Energiezeitalter. Allein das in Bonn vereinbarte Aktionsprogramm führt zu Investitionen von rund 320 Milliarden US-Dollar. Bis zu 300 Millionen Menschen erhalten erstmals Zugang zu Strom. Das ist ein großer Schritt zu mehr globaler Gerechtigkeit."

Gabriel betonte indes, dass der Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist. Die für 2007 im Koalitionsvertrag vereinbarte überprüfung des EEG sehe er als Chance, die die Vorteile des Gesetzes zeigen werde. "Deutschland wäre ohne das EEG heute ganz sicher nicht Technologieführer bei der Windkraft", so Gabriel. Der Bundesumweltminister forderte die Industrie auf, ihre Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen noch weiter zu verstärken. "Effizienzgewinne sind für die Marktdurchdringung genauso wichtig wie eine sichere Einspeisevergütung."