Prognose

Auch Eon verbucht Gewinnrückgang

Der Strom- und Gasversorger Eon leidet ähnlich wie EnbW unter den Auswirkungen der Energiewende. Die Gesamtprognose musste nach einem erneuten Gewinneinbruch am Mittwoch für das Gesamtjahr herabgesetzt werden. Die Aussichten sind demnach düsterer als zuvor.

EON© E.ON SE

Düsseldorf (AFP/red) - Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 wie erwartet einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verbucht. Der Umsatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 89,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte um 19 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Im dritten Quartal erzielte Eon einen Nettoverlust von 440 Millionen Euro, der Umsatz ging um 13 Prozent auf 25 Milliarden Euro zurück. Die Geschäftsentwicklung liege weiterhin im Rahmen der Erwartungen, erklärte Eon.

Ökostrom stützt das Unternehmen

"Die Erneuerbaren Energien sind eine Stütze unseres Ergebnisses", erklärte der Eon-Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen bei der Vorlage der Zahlen. Die Windflotte des Unternehmens gehöre zu den ertragsstärksten im Markt und sei mit einer Verfügbarkeit von 98 Prozent "eine verlässliche Größe der Energieversorgung in Europa", betonte er. Bei der Umsetzung der Konzernstrategie sei Eon im dritten Quartal weiter vorangekommen, sagte Teyssen mit Blick auf die Einweihung des Offshore-Windparks Karehamn in der Ostsee und den Baubeginn des Offshore-Parks Amrumbank West.

Schulden konnten ausgebessert werden

Für das gesamte Geschäftsjahr 2013 prognostizierte Eon ein Ebitda zwischen 9,2 und 9,3 Milliarden Euro, nachdem die Spanne zuvor noch zwischen 9,2 und 9,8 Milliarden Euro gelegen hatte. Die Spanne für den nachhaltigen Konzernüberschuss verringerte der Energiekonzern auf 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro - sie bewegte sich zuvor zwischen 2,2 und 2,6 Milliarden Euro. Fortschritte machte Eon beim Schuldenabbau: Die Nettoverschuldung sank im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 2,8 Milliarden Euro auf minus 33,1 Milliarden Euro.

Quelle: AFP