Halbjahresbilanz

Auch EnBW verbessert operative Ertragskraft

"Höchst erfreulich" ist laut EnBW-Chef Utz Claassen die Entwicklung des drittgrößten deutschen Energiekonzerns im letzten halben Jahr. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 um 275 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro, die Eigenkapitalquote wurde verbessert.

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Karlsruhe (red) - Nach E.ON und RWE hat nun auch die EnBW ihren Halbjahresbericht vorgelegt. Erhebliche Ergebnisverbesserungen im Vergleich zum Vorjahr kennzeichnen demnach die ersten sechs Monate des Jahres 2004.

"Nach einem positiven ersten Quartal 2004 sind wir auch im zweiten Quartal sehr gut beim Abarbeiten unserer Hausaufgaben vorangekommen. Es ist dem EnBW-Konzern gelungen, bei der strategischen Neuausrichtung, der strukturellen Bereinigung und vor allem auch bei der operativen Leistungsfähigkeit substanzielle Fortschritte zu machen", kommentierte EnBW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Utz Claassen. Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode konnten alle relevanten Ertragskennziffern im ersten Halbjahr 2004 verbessert werden.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 um 275 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro, bereinigt um die Ergebnisbelastungen aus Einmaleffekten im ersten Halbjahr 2003 erhöhte sich das EBITDA um 38 Prozent. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) gelang ein Turnaround von minus 323 Millionen Euro auf 607 Millionen Euro, bereinigt um die Einmalbelastungen des ersten Halbjahres 2003 stieg das EBIT um 47 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um fast 1,3 Milliarden Euro auf 376,5 Millionen Euro und erhöhte sich bereinigt um die Einmalbelastungen aus dem ersten Halbjahr 2003 um 131 Prozent.

Die Eigenkapitalquote konnte zum 30. Juni 2004 im Vergleich zum 31. Dezember 2003 von 6,1 auf 9,6 Prozent verbessert werden. Diese Steigerung beruht laut Bericht neben der gestiegenen operativen Ertragskraft auch auf der im zweiten Quartal 2004 erfolgreich durchgeführten Kapitalmaßnahme, bei der durch die Platzierung eigener Aktien das Eigenkapital um 288,1 Millionen Euro erhöht wurde.

Claassen: "Dies alles ist höchst erfreulich und reflektiert - nicht nur auf den ersten Blick - in der Tat eine fantastische Entwicklung, wie sie wohl vor einem Jahr kaum jemand für möglich gehalten hätte. Dennoch dürfen die äußerst erfreulichen Zahlen auf keinen Fall darüber hinwegtäuschen, dass in den kommenden zweieinhalb Jahren noch viel zu tun ist und noch deutliche Anstrengungen vor uns liegen. Den Turnaround geben wir nicht mehr aus der Hand."