Dubiose Angebote

Atomstromfilter: Scherz, Schwindel oder Betrug?

Wer im Internet jetzt auf einen "Atomstromfilter" trifft, der für "sensationelle" 949 Euro Strom aus Atomkraftwerken sperren und an den Stromerzeuger zurückschicken soll, sollte die Finger von diesem Angebot lassen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat das Produkt ganz klar als Schwindel deklariert. Der Hersteller ließ sich auch nicht ausmachen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Sächsische Verbraucherschutzzentrale warnt vor einem Atomstromfilter, der derzeit im Internet als "innovative" Entwicklung angepriesen wird. Das Gerät wird zwischen Steckdose und elektrisches Gerät geschaltet und soll Strom aus Atomkraftwerken sperren und wieder an den Stromerzeuger zurückschicken. Kostenpunkt: 949 Euro.

"Wenn dem nur so wäre", beurteilt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, den Schwindel. "Es weiß doch jeder schon aus dem Physikunterricht in der Schule, dass man dem Strom nicht ansehen kann, aus welcher Quelle er kommt. Strom hat auch keine Farbe, man kann ihn eigentlich nur fühlen, wenn man ihm zu nahe kommt." Die Sächsischen Verbraucherschützer konnten dem Hersteller des "sensationellen" Angebots nicht auf die Schliche kommen, waren aber ausdrücklich davor, so viel Geld für ein unbrauchbares Produkt auszugeben. Auch der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) hielt das Produkt in einem Gespräch mit dem strom magazin für "absoluten Quatsch". Es sei technisch nicht möglich, Atomstrom in der Leitung zu erkennen.

Verbrauchern, die keinen Atomstrom beziehen möchten, bleibt einzig die Möglichkeit, sich einen Stromanbieter auszusuchen, der klare Aussagen über seine Bezugsquellen trifft.

Nach längerer Recherche ist jetzt klar, dass der "Nucleo-Stop" eine Satire ist. Kompliment - nicht schlecht gemacht!