CO2-Bilanz

Atomstrom schützt laut Studie das Klima nicht

Atomstrom schneidet in der Klimabilanz nach Darstellung von Umweltforschern nicht besonders gut ab. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, stellt das Darmstädter Öko-Institut in einer Studie fest: AKWs verursachen mehr CO2-Emissionen als erneuerbare Energien und ähnlich viel wie Erdgas-Blockheizkraftwerke.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Die Atomkraft sei zudem mit hohen Risiken behaftet, und auch die Vorräte des Brennstoffs Uran sein nicht unbegrenzt. Die Umweltforscher kommen deshalb zu dem Schluss: Atomenergie könne keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Für die Studie hat das private Umweltforschungsinstitut dem Bericht zufolge eine Treibhausgas-Bilanz der verschiedenen Energieträger erstellt, die den gesamten Produktweg von Gewinnung über Transport, Verarbeitung bis hin zur Nutzung sowie den Kraftwerksbau einbeziehe. Anschließend habe es den Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom berechnet. Am besten schnitten demnach die Biogas-Nutzung in regionalen Blockheizkraftwerken, die Windkraft sowie in der Mittelmeer-Region erzeugter Solarstrom ab. Der Kohlendioxid-Ausstoß dieser Energieträger liege unter dem der Atomkraft, die auf 32 Gramm pro Kilowattstunde komme. Darin seien die Treibhausgas-Mengen, die bei der Wiederaufarbeitung oder Endlagerung der abgebrannten Brennelemente anfallen, noch gar nicht enthalten.