Schweden

Atomreaktor wegen Eindringens von Wasser abgeschaltet

In der größten Atomanlage Schwedens ist ein Reaktor abgeschaltet worden, nachdem dort Meerwasser eingedrungen war. Das teilten der Betreiber Vattenfall und die Atomaufsichtsbehörde der schwedischen Nachrichtenagentur TT am Donnerstag mit. Es gebe "keinerlei" Sicherheitsproblem in dem Kraftwerk Ringhals in der Nähe von Göteborg im Südwesten des Landes.

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Stockholm (AFP/red) - Das sagte ein Inspekteur der Atombehörde TT. Der Atomreaktor 4 in Ringhals funktioniert mit Wasserdruck und hat eine Kapazität von 950 Megawatt. Die Präsenz von Salzwasser sei allerdings nicht normal, daher habe gehandelt werden müssen, sagte der Atom-Inspekteur weiter. Die drei Atomanlagen in Schweden produzieren 35 Prozent des Stroms für das Land.

Zuletzt Zwischenfall im September

Ende September hatte sich der Reaktor Oskarshamn 3 wegen eines Fehlers automatisch heruntergefahren. Grund für die Schnellabschaltung sei "ein unerwartetes Signal im Sicherheitssystem des Reaktors" gewesen, teilte der Betreiber OKG mit. Oskarshamn 3, rund 300 Kilometer südlich von Stockholm an der Ostküste des Landes gelegen, wurde 1985 in Betrieb genommen. Er ist einer der leistungsfähigsten Siedewasser-Reaktoren weltweit und produziert etwa fünf Prozent des Stroms in Schweden.

Quelle: AFP