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Drei VariantenDie strategische Entscheidung zur Art und Weise der Schließung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel rückt näher. Zur Diskussion stehen die Rückholung der Abfälle, ihre Umlagerung innerhalb des Bergwerks oder die sogenannte Vollverfüllung der Anlage. Studien dazu wurden heute vorgelegt.
Salzgitter (ddp/red) - Vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beauftragte Gutachter präsentierten am Freitag in Schöppenstedt in einer öffentlichen Veranstaltung die Ergebnisse ihrer Machbarkeitsstudien für die Stilllegung der Schachtanlage. Am Jahresende werde das Bundesamt die "Weichenstellung" vornehmen, welche Option weiterverfolgt werden solle, sagte BfS-Präsident Wolfram König. Es gehe darum, die größtmögliche Sicherheit für die betroffenen Menschen zu schaffen.
König betonte, es sei das erste Mal, dass die Öffentlichkeit "von Anfang an in die Stilllegung einer kerntechnischen Anlage einbezogen wird". Die Expertengutachten zu den Schließungsoptionen seien unmittelbar nach ihrer Erstellung präsentiert worden. Wünschenswert sei eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit, sagte König. Man werde alle Anregungen prüfen.
Eine Bewertung der Gutachten gab König nicht ab. Alle drei Varianten seien aber strahlenschutztechnisch umsetzbar und würden zu keiner Überschreitung der zulässigen Werte bei Beschäftigten oder der Bevölkerung führen.
Das BfS hatte im Frühjahr die drei möglichen Alternativen für die Stilllegung genannt und dafür die Studien in Auftrag gegeben. Unter Tage lagern knapp 126 000 Fässer mit Atommüll. Das frühere Salzbergwerk droht voll Wasser zu laufen und einzustürzen.
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Die Studien zur Schließung des maroden Atommülllagers Asse werden Anfang Oktober erstmals öffentlich vorgestellt. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilte, wollen Gutachter die Ergebnisse ihrer Untersuchungen am 2. Oktober in Schöppenstedt bei Braunschweig präsentieren. Die Bürger könnten bei der Veranstaltung auch Fragen stellen.
Die vom Bundeskanzleramt versprochene Prüfung mutmaßlicher Manipulationen bei der Wahl Gorlebens als Atommüllendlager wird erst nach der Bundestagswahl abgeschlossen sein, so Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Gleichzeitig beschuldigt er das Ressort von Bundesumweltminister Gabriel, die Aktenrecherchen des Kanzleramts nicht ausreichend unterstützt zu haben.
Kurz vor der Bundestagswahl ist im niedersächsischen Landtag noch einmal hitzig über den zukünftigen Umgang mit der Atomkraft debattiert worden. Die Grünen sprechen von der Atomenergie als eine "Jahrhundertlüge", CDU und FDP werfen der Opposition dagegen Instrumentalisierung zu Wahlkampfzwecken vor.
In der Affäre um mutmaßliche Manipulationen bei der Wahl Gorlebens als atomares Versuchsendlager gibt die niedersächsische Landesregierung dem öffentlichen Druck nach. Das Kabinett entschied am Dienstag, die Vertraulichkeit der Akten zu dem Endlagerprojekt im Wendland aufzuheben.
Im Ringen um ein Konzept zur dauerhaften Stilllegung des Atommülllagers Asse gibt es Streit zwischen Bundesbehörden und Anwohnern der maroden Anlage. Die Anwohner werfen dem BfS und dem Bundesumweltministerium vor, auf die einfachste und günstigste Variante zu favorisieren.Strompreise vergleichen
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