Keine Gefahr

Atommüllbehälter aus KKW-Krümmel mit erhöhten Strahlungswerten

Bei der Einlagerung von fünf Atommüllbehältern aus dem schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Krümmel im niedersächsischen Abfalllager Gorleben sind erhöhte Strahlungswerte festgestellt worden. Gefahr für die Umgebung und das Betriebspersonal habe "nach derzeitiger Abschätzung" aber nicht bestanden.

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Hannover/Gorleben (ddp-nrd/sm) - Bei der Einlagerung von Atommüllbehältern aus dem schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Krümmel im niedersächsischen Abfalllager Gorleben sind erhöhte Strahlungswerte festgestellt worden. Fünf von insgesamt acht Behältern hätten höhere Kontaminationswerte aufgewiesen, als für die Beförderung radioaktiver Stoffe auf der Straße zulässig seien, teilte das Umweltministerium am Donnerstag in Hannover mit. Gefahr für die Umgebung und das Betriebspersonal habe "nach derzeitiger Abschätzung" aber nicht bestanden.

Die Überschreitung der Grenzwerte war am Mittwoch in Gorleben festgestellt worden. Dabei lag der für den Straßentransport zulässige Grenzwert von vier Becquerel pro Quadratzentimeter punktuell bei bis zu 26 Becquerel pro Quadratzentimeter. Bei den Transporteinheiten handelte es sich den Angaben zufolge um dickwandige Gussbehälter, die im KKW Krümmel unter Wasser mit radioaktiven Einbauteilen aus dem Reaktorkern beladen worden waren. Die Behälter waren für die Zwischenlagerung im Abfalllager der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) in Gorleben vorgesehen.

In Gorleben waren in den zurückliegenden Jahren bereits 600 dieser so genannten Mosaikbehälter für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle eingelagert worden. Bislang habe es noch keine derartigen Pannen gegeben, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg klärt nun in Abstimmung mit der schleswig-holsteinischen Aufsichtsbehörde die Ursache.