Urteil gegen Beamten

Atommüll-Lüge: Beamter muss 1.000 Euro zahlen

Weil er falsche Angaben über belastetes Material im Atom-Endlager Asse gemacht hat, muss ein niedersächsischer Beamte 1.000 Euro Disziplinarstrafe zahlen. Das Verwaltungsgericht Braunschweig sah es als erwiesen an, dass der Mann gegen seine "dienstliche Wahrheitspflicht" verstoßen hat.

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Hannover (dapd/red) - Ein Beamter des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie muss wegen falscher Angaben über radioaktiv belastete Lauge im Atommülllager Asse 1.000 Euro Disziplinarstrafe zahlen. Das Verwaltungsgericht Braunschweig wies in einem Urteil eine Klage des Beamten gegen die Strafe ab.

Strahlenschutzverordnung missachtet

Der Beamte habe in einem Brief an das Umweltministerium suggeriert, dass die Radioaktivität einer im Atommülllager ausgetretenen Lauge die Grenze der Strahlenschutzverordnung nicht übersteige, stellte das Gericht fest. Damit habe er gegen die dienstliche Wahrheitspflicht verstoßen. Die Lauge wurde seinerzeit im tiefsten Bereich des Atommülllagers entsorgt.