Strom-News
1,3 Millionen KubikmeterIn Frankreich wird der Atommüll-Berg immer höher: Mehr als 1,3 Millionen Kubikmeter nuklearer Abfälle waren Ende 2010 in dem Land gelagert - und dieses Volumen werde sich bis 2030 verdoppeln, gab die französische Agentur für radioaktive Abfälle (Andra) am Mittwoch in Paris bekannt.
Paris (afp/red) - 59 Prozent des derzeitigen Atommülls stammen aus Atomkraftwerken, rund ein Viertel aus Forschungslabors und elf Prozent aus dem Militärbereich. Nur ein geringer Teil von 0,2 Prozent des Atommülls ist hochradioaktiv, und zwar so sehr, dass dies 96 Prozent der gesamten Radioaktivität ausmacht.
(Foto / Abb.: tiero / Fotolia.com)
Die hochradioaktiven sowie die Abfälle mittlerer Radioaktivität sollen ab 2025 in einem Lager in 500 Metern Tiefe untergebracht werden, das derzeit von der Agentur in Nordostfrankreich vorbereitet wird. Frankreich ist der größte Atomstromproduzent Europas und hält auch nach der Katastrophe im japanischen Fukushima an der Kernkraft als Hauptenergiequelle fest.
Die französische Atomaufsicht ASN forderte unterdessen den Energiekonzern Areva auf, die Fristen zur Verbesserung der Sicherheit von gelagertem Atommüll einzuhalten. Dabei geht es um alte Abfälle in der nordfranzösischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, die teils ein ernstes Sicherheitsproblem darstellen, wie die ASN in ihrer Bilanz für 2011 in Erinnerung rief. Manche Lagereinrichtungen würden den aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügen. Die radioaktiven Abfälle müssten daher umgelagert werden.
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Bei den Beratungen über ein Auswahlverfahren für ein neues Atommüllendlager mahnt Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Eile. Er will noch vor Ende des Monats eine möglichst letzte Verhandlungsrunde abschließen. Die Gerüchte um ein geplantes Bundesamt für kerntechnische Sicherheit bestätigt der Minister nicht.
Die deutschen Atomkonzerne sollen nach einem Zeitungsbericht frühzeitig Hinweise auf Sicherheitsprobleme in der russischen Atombranche gehabt haben. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, hätte die deutsche Atombranche schon vor Jahren Hinweise auf die "besorgniserregende" Lage erhalten.
Ein Gericht in Nordfrankreich hat die Klage eines Bauern auf Schadenersatz gegen den Stromkonzern EDF abgewiesen. Der Landwirt habe nicht nachweisen können, dass seine Kühe - wie EDF vorgeworfen - durch eine Höchstspannungsleitung krank geworden seien. Der Bauer will in Berufung gehen.
Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will einem Pressebericht zufolge den Abriss der 17 deutschen Atomkraftwerke selbst koordinieren und zu diesem Zweck das Genehmigungsverfahren von den Ländern auf den Bund übertragen. So soll ein drohendes Atommüll-Chaos verhindert werden.
Umweltschützer haben Verflechtungen zwischen den Betreibern von Atomkraftwerken und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) im Atommüllgeschäft angeprangert. Demnach verdienen die AKW-Betreiber an der Lagerung des eigenen Mülls kräftig mit.Strompreise vergleichen
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